Finanzen

Starke Umsatzsteigerung und erneuter Gewinn im Jahr 2025

Das Geschäftsjahr 2025 war für das GZF erneut von erfreulichem Wachstum geprägt. Nach dem erfolgreichen Ergebnis des Vorjahres konnten wir die positive Entwicklung fortsetzen und das Jahr mit einem Gewinn von 121'000 Franken abschliessen. Sowohl die Patient:innenzahlen als auch der Umsatz erreichten neue Höchstwerte – ein eindrücklicher Beleg für die starke Positionierung des GZF in der Region.

Erfolgsrechnung

  2025 2024
  in  TCHF
Betriebsertrag 164'900 158'300
Personalaufwand -106'200 -99’700
Medizinischer Bedarf -28'000 -27’100
Übriger Sachaufwand -22'500 -22’500
     
Operativer Gewinn vor Abschreibungen, Amortisationen und Finanzergebnis (EBITDA) 7'900 8’900
Abschreibungen -7'500 -7’700
Finanzergebnis -400 -500
Ordentlicher Betriebsgewinn/Verlust
a.o. Ergebnis
121
0.00
730
0.00
Reingewinn/Verlust nach Swiss GAAP FER 121 730

Kommentar Geschäftsgang 2025

Über weite Teile des Jahres blieb die Auslastung in den Akutspitälern hinter den Erwartungen zurück. Ein enorm starkes Schlussquartal mit einer Auslastung nahe der Kapazitätsgrenze ermöglichte es jedoch, über das Gesamtjahr erneut einen Rekordwert bei den stationären Patient:innen zu erzielen. Auch in der SEORA – Leben im Alter (den Pflegeheimen des GZF) konnte, abgesehen von einem leichten Rückgang in den Sommermonaten, eine konstant hohe Auslastung verzeichnet werden. Die erfreulichen Fallzahlen, verbunden mit einem sehr hohen Case Mix Index sowie der überdurchschnittlichen Auslastung in der SEORA, trugen wesentlich zum positiven Jahresergebnis bei. Der Umsatz stieg auf 164.9 Millionen Franken, was wieder einem erfreulichen Rekordwert entspricht. Dies stellt eine erfreuliche Zunahme von 6.6 Millionen Franken oder 4.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.

Der EBITDA liegt bei 4.8 Prozent und damit weiterhin unterhalb des langfristigen Zielwerts von acht bis zehn Prozent. Die konsequente Optimierung der Kostenstruktur und Prozessabläufe sowie die Ausschöpfung vorhandener Wachstumspotenziale bleiben deshalb zentrale Schwerpunkte auch im laufenden Jahr. Dies mit dem Ziel, den EBITDA schrittweise in den angestrebten Zielbereich zu entwickeln und damit die Finanzierung langfristig notwendiger Investitionen sicherzustellen.

Im Jahr 2025 wurden 9'689 stationäre Patient:innen behandelt. Dies ist erneut ein Rekordwert und eine Steigerung um 53 Patient:innen gegenüber dem Vorjahr. Während im Jahr 2024 praktisch alle Kliniken starkes Wachstum verzeichnet hatten, war dieses im Berichtsjahr insbesondere dem Zentrum für Bewegung sowie der Frauenklinik vorbehalten, die erneut erfreuliche Wachstumsraten erzielten. Die Geburtenentwicklung blieb mit 427 Geburten nahezu auf Vorjahresniveau (2024: 432).

Der Case Mix Index stieg auf 0.859 (2024: 0.842), was die weiterhin hohe medizinische Komplexität der behandelten Fälle widerspiegelt. Die Mehrheit der stationären Patient:innen im Akutspital stammt nach wie vor aus den Spitalregionen Rheinfelden und Laufenburg, mit einer leichten, aber stetigen Zunahme des Anteils der Patient:innen aus Deutschland. Die ambulanten Eintritte lagen mit 58'700 leicht unter dem Vorjahreswert – jedoch weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Sehr positiv entwickelten sich die IAVO-Praxen, die im Jahr 2025 um einen weiteren Standort in Rheinfelden gewachsen sind. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 26.9 Prozent auf nunmehr 6.2 Millionen Franken.

SEORA – Leben im Alter, die Pflegeheime des GZF, waren mit einer durchschnittlichen Belegung von 97 Prozent erneut auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Insgesamt entwickelt sich der Bereich der Altersmedizin weiterhin sehr positiv und wird in Zukunft weiter ausgebaut werden. Die medizinische und pflegerische Versorgung von der Geburt bis ins hohe Alter ist für das GZF ein zentrales Anliegen und Ausdruck einer gelebten integrierten Versorgung, welche die Region nachhaltig stärkt.

Wichtigste Kenndaten

  2025 2024 2023 2022
Akutspitäler        
Bettenbestand 129 128 130 130
Bettenbelegung* 79% 77% 77% 78%
Patienten (Austritte) 9'689 9636 9'335 9'065
Geburten 427 432 430 487
Anteil Zusatzversicherte (ohne Säuglinge) 26.2% 26.3% 25.8% 25.4%
Pflegetage Akutpatienten* 37'683 37'145 38'441 38'720
davon Säuglinge* 1'254 1'281 1'439 1'742
Aufenthaltsdauer Akutpatienten (inkl. Säuglinge)* 3.9 3.9 4.1 4.3
Ambulante Eintritte 58'700 59'600 55'300 86'000
Pflegeheime        
Bettenbestand 95 95 95 95
Bettenbelegung* 97% 97% 95% 96%
Pflegetage 32'822 33'257 32'264 33'286

*Pflegetage nach SwissDRG gerechnet (ohne Austrittstag)

Weitere Zahlen und Fakten

Rekordwert bei den stationären Austritten (Akutspital) vom Vorjahr deutlich übertroffen

Im Jahr 2025 konnte erneut ein neuer Rekord bei den stationären Austritten (9'689) erreicht werden. Damit wurde der Bestwert (9'636) aus dem Vorjahr noch einmal um 53 stationäre Austritte übertroffen. Insbesondere das Zentrum für Bewegung konnte im vergangenen Jahr es ein starkes Wachstum verzeichnen.

Seora - Leben im Alter - mit sehr erfreulich hoher Auslastung übers ganze Jahr

Unter dem neuen Auftritt Seora - Leben im Alter wiesen die Pflegeheime des GZF im Jahr 2025 eine sehr hohe Auslastung (97%) aus. Somit waren die Pflegeheime in Laufenburg und Rheinfelden  zum grössten Teil im Jahr voll belegt.

Woher stammen eigentlich unsere stationären Patient:innen?

Die grosse Mehrheit unserer stationären Patient:innen stammt wenig überraschend aus dem nahen Einzugsgebiet um die Spitalregionen Rheinfelden und Laufenburg. Die prozentuale Verteilung hat sich gegenüber Vorjahr nur leicht verändert. Die Anteile der Patient:innen aus dem übrigen Aargau und aus den Kantonen Basel-Stadt und Basellandschaft haben gegenüber dem Jahr 2024 zugenommen.

Anzahl ambulante Eintritte auf sehr hohem Niveau

Im Jahr 2025 ist die Anzahl der ambulanten Fälle (58'700) konstant auf einem hohen Niveau geblieben. Im Vorjahr verzeichneten wir mit 59'620 ambulanten Eintritten eine leicht höhere Anzahl.

Highlight bei den Geburten: Zwei Neugeborene erblicken zur exakt gleichen Zeit das Licht der Welt

Im Jahr 2025 hat sich die Anzahl Geburten gegenüber Vorjahr leicht verringert (-5). Dieser Rückgang geht 1zu1 mit dem allgemeinen Geburtenrückgang, welcher in der Schweiz zu beobachten ist.

55% geplante Eintritte am GZF

45% der Spital-Eintritte gelang im Jahr 2025 über den Notfall zu uns. Damit bleibt das Verhältnis von geplanten zu notfallmässigen Eintritten über die Jahre äusserst stabil. 

Anteil zusatzversicherte Patient:innen auf hohem Niveau

Mit 26.2% liegt der Anteil an zusatzversicherten Patient:innen bei den stationären Austritten für ein Haus unserer Grösse auf einem beachtlich hohen Niveau. Dieses Niveau aus zusatzversicherten Patient:innen hält sich seit einigen Jahren auf hohem Niveau und zeugt davon, dass das GZF mit exzellentem Service in persönlicher, familiärer Atmosphäre punktet. 

Alle Häuser des GZF weisen stationär eine sehr hohe Auslastung aus

An unseren zwei Spital-Standorten Rheinfelden und Laufenburg wurden im Jahresschnitt 2025 insgesamt 224 Betten betrieben (+1 gegenüber Vorjahr). Dabei wird in Rheinfelden der Fokus stark auf den akutstationären Bereich gelegt und wiederum in Laufenburg vermehrt auf Seora - Leben im Alter.

Grosses Wachstum am Zentrum für Bewegung

Die meisten Klniken des GZF entwickelten sich im Geschäftsjahr auf einem vergleichbar hohen Niveau gegenüber Vorjahr. Besonders erfreulich war der Zuwachs (+6%) im Zentrum für Bewegung und in der Frauenklinik Rheinfelden.

Ein attraktiver Arbeitgeber und wichtiger Ausbildungsbetrieb

1166 Mitarbeitende (888 Vollzeitstellen) machen das GZF aus – Menschen, die täglich für die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Patient:innen und Pflegeheimbewohner:innen da sind. 118 von ihnen sind Lernende und Studierende, die hier in 13 verschiedenen Berufen ihre berufliche Zukunft aufbauen.

Rund 60% Anteil am Gesamtumsatz stammt aus dem stationären Bereich

Den grössten Teil unseres Gesamtumsatzes (60%) erzielten wir auch im vergangenen Jahr aus dem stationären Bereich, in dem die Leistungen mit Fallpauschalen nach Swiss DRG abgerechnet werden. Der restliche Umsatz beinhaltet die ambulanten Behandlungen, Seora - Leben im Alter (Pflegeheime) sowie die übrigen Bereiche. Im "übrigen Umsatz" sind insbesondere der Rettungsdienst, die Praxen wie auch die Restaurationsbetriebe enthalten.

Anzahl stationäre Fälle, aufgeschlüsselt ...

...nach Hauptdiagnosekategorien

Die Hauptdiagnosekategorien (Major Diagnostic Categories – MDC) bilden eine erste Ebene zur Beschreibung der verschiedenen Diagnosegruppen in DRG-Systemen. Sie gliedern die DRG üblicherweise nach Organsystemen und Krankheitsentitäten. Die Grafik gibt einen Überblick über die häufigsten MDC am GZF. Die Mehrheit der Fälle ist der MDC 08 zugeordnet, in der vor allem Frakturversorgungen sowie orthopädische Behandlungen wie Kniearthroskopien und Gelenkprothesen enthalten sind. Eine hohe Anzahl weisen ebenfalls die Fälle mit der MDC 06 (Erkrankungen des Magen-Darmtraktes) und MDC 05 (Erkankungen des Herzens) aus. Basis der Auswertung ist der für das Jahr 2025 gültige SwissDRG-Fallpauschalenkatalog 14.0. Der Versionswechsel erfolgt jeweils mit dem Jahreswechsel, daher beziehen sich die Erhebungen nur auf das Kalenderjahr 2025.

...nach Operationsklassifikation

Basis für die Codierung der Operationen und Behandlungen ist der CHOP-Katalog (Schweizerische Operationsklassifikation). Die Grafik gibt einen Überblick über die Häufigkeit der Behandlungen am GZF. Die Auswertung erfolgt hier anhand aller dokumentierten Operationen und Interventionen. Für einen Fall können mehrere Operationen und Behandlungen durchgeführt werden. Da sich die Katalogwerke und damit die Codierungsrichtlinien jedes Jahr leicht ändern, ist ein Vorjahresvergleich der dargestellten Diagnosen und Prozeduren nur beschränkt möglich.

...nach Hauptdiagnosen

Zur Ermittlung einer DRG ist eine Codierung aller Diagnosen und Behandlungen erforderlich. Der ICD-Katalog (International Classification of Diseases) stellt die Grundlage für das Codieren der Diagnosen und Nebendiagnosen dar. Die Grafik gibt eine Übersicht über die häufigsten Hauptdiagnosen am GZF. Die hohe Anzahl an Fällen mit Hauptdiagnosen der Gruppe XIX korreliert mit dem hohen Anteil (rund 45 Prozent) an notfallmässig eintretenden Patient:innen. Rückschlüsse auf übergeordnete Summenbildungen erweisen sich als schwierig. Grund dafür sind der hohe Differenzierungsgrad der Katalogwerke und die darauf basierende Zuordnung der Behandlungsfälle. So stimmt beispielsweise die an anderer Stelle angegebene Anzahl Neugeborener nicht mit der Anzahl der Fälle mit der Hauptdiagnose Z38.0 überein. Das ist darauf zurückzuführen, dass Neugeborene mitunter anhand weiterer Diagnosen beschrieben werden.

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