Finanzen

Ein solides finanzielles Resultat

Die Gesundheitszentrum Fricktal AG blickt auf ein weiteres erfolgreiches und intensives Geschäftsjahr zurück. Im stationären Bereich wurde erneut ein Rekord mit über 8‘500 Patienten verzeichnet. Das finanzielle Ergebnis fällt trotz den ausserordentlichen Kosten im Zusammenhang mit den laufenden Umbauten und den Initialkosten für die neu hinzugekommenen Geschäftsfelder knapp positiv aus.

Erfolgsrechnung

  2017 2016
  in Mio. CHF
Betriebsertrag 114.8 111.4
Personalaufwand 73.8 72.8
Medizinischer Bedarf 18.2 16.6
Übriger Sachaufwand 16.0 15.2
     
Operativer Gewinn vor Abschreibungen, Amortisationen und Finanzergebnis (EBITDA) 6.8 6.8
Abschreibungen 6.4 5.9
Finanzergebnis 0.4 0.4
     
Reingewinn nach Swiss GAAP FER 0.0 0.5
Zusätzliche kalkulatorische Abschreibungen und Zinsen 9.3 9.4
Verlust gemäss Betriebskostenrechnungen nach REKOLE von H+ -9.3 -8.9

Für das Jahr 2017 weist das GZF einen Jahresgewinn von 16'000 Franken aus. In diesem Ergebnis berücksichtigt ist die Nettoauflösung von 889'000 Franken Rückstellungen für in den Vorjahren zurückgestellte und im Berichtsjahr verringerte Risiken. Das GZF verfolgt mittelfristig das Ziel, den EBITDA auf rund 10 Prozent zu entwickeln (derzeit bei 6%). Nur so wird das GZF nachhaltig in der Lage sein, die hohen Abschreibungen (für Bauten und anderweitige nötige Investitionen) zu tragen sowie die notwendigen Amortisationen für die finanziellen Verbindlichkeiten zu leisten.
Die Betriebskostenrechnung nach REKOLE® weist für das Jahr 2017 einen Verlust von rund neun Millionen Franken aus. Das bedeutet, dass die kalkulatorischen Anlagekosten (Abschreibungen basierend auf aktuellen Anschaffungswerten und normierten Nutzungsdauern sowie notwendiger Verzinsung des investierten Kapitals) mit dem erwirtschafteten EBITDA aktuell nicht gedeckt werden können – wie dies bei den meisten Spitälern aufgrund der unzureichenden Tarife der Fall ist.

Wichtigste Kenndaten

  2017 2016 2015 2014
Akutspitäler        
Bettenbestand 131 135 134 136
Bettenbelegung* 75% 73% 70% 69%
Patienten (Austritte) 8'545 8'208 8'053 7'666
Geburten 438 473 486 435
Anteil Zusatzversicherte (ohne Säuglinge) 24.9% 23.8% 24.8% 22.5%
Pflegetage Akutpatienten* 37'021 36'819 36'060 35'227
davon Säuglinge* 1'647 1'772 1'854 1'617
Aufenthaltsdauer Akutpatienten (inkl. Säuglinge)* 4.3 4.5 4.5 4.6
Ambulante Eintritte 42'900 39'955 36'175 33'992
Pflegeheime        
Bettenbestand 94 107 122 111
Bettenbelegung* 90% 83% 89% 94%
Pflegetage 30'925 32'905 39'555 38'163

*Pflegetage nach SwissDRG gerechnet (ohne Austrittstag)

Weitere Zahlen und Fakten

– stationärer Bereich mit neuem Rekord

Stationärer Bereich mit neuem Rekord
Stationärer Bereich mit neuem Rekord

Der positive Wachstumstrend der Jahre 2015 und 2016 setzt sich erfreulicherweise auch im Jahr 2017 fort. 8'545 stationäre Austritte (2016: 8'208) wurden im letzten Geschäftsjahr am GZF verzeichnet. Dies entspricht einem Wachstum von 4.1 Prozent. Den Zuwachs verdanken wir hauptsächlich den Bereichen Orthopädie und Gynäkologie. Im 2017 wurde zudem die neue Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie eröffnet.

– Pflegeheimkapazität zugunsten der Akutbetreuung reduziert

Pflegeheimkapazität zugunsten der Akutbetreuung reduziert
Pflegeheimkapazität zugunsten der Akutbetreuung reduziert

Im Pflegeheim wurde die Bettenkapazität bewusst zugunsten des weiteren Ausbaus in der Akutsomatik reduziert. Dies erklärt den Rückgang an erbrachten Pflegetagen (30'925) um 6 Prozent. 

– weiteres Wachstum im ambulanten Bereich

Weiteres Wachstum im ambulanten Bereich
Weiteres Wachstum im ambulanten Bereich

Die positive Entwicklung im ambulanten Bereich geht auch im Jahr 2017 weiter. Mit 42'900 ambulanten Eintritten konnte ein Wachstum von 7.4 Prozent erzielt werden.

– etwas weniger Geburten

Anzahl Geburten
Anzahl Geburten

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren ist die Anzahl Geburten im Jahr 2017 erstmals wieder leicht (-7.4 Prozent  oder -35 Kinder) zurückgegangen.

– 225 Betten am GZF

225 Betten am GZF
225 Betten am GZF

An unseren zwei Spitalstandorten Rheinfelden und Laufenburg wurden im Jahresschnitt 2017 insgesamt 225 Betten betrieben. Dabei wird der Fokus in Rheinfelden mit 90 Akutspital-Betten stark auf den akutstationären Bereich gelegt, während er in Laufenburg vermehrt auf dem Pflegeheim (mit 74 Pflegeheimbetten) liegt.

– Personalbestand / Vollzeitäquivalente

Personalbestand
Personalbestand

Um dem Wachstum gerecht zu werden, wurde der Personalbestand entsprechend angepasst. Insgesamt 731 Vollzeitstellen sorgen für optimale Abläufe und einen möglichst angenehmen Aufenthalt. Sowohl bei den Ärzten als auch bei der Pflege kamen insgesamt 25 neue Vollzeitstellen dazu.

– stationäre Fälle nach Kliniken

Stationäre Fälle nach Kliniken
Stationäre Fälle nach Kliniken

Die Zahlen aus dem Bereich Allgemein- und Viszeralchirurgie und dem Bereich Traumatologie, Orthopädie und Handchirurgie sind nach der Reorganisation von Ende 2016 noch nicht gut vergleichbar. Zusammengefasst ergibt sich ein positives Wachstum von 8.4 Prozent. Neu dazugekommen sind die Bereiche Plastisch-Ästhetische sowie Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie.

– Zuwachs bei ausserkantonalen und ausländischen Patienten

Zuwachs bei ausserkantonalen und ausländischen Patienten
Zuwachs bei ausserkantonalen und ausländischen Patienten

Das GZF ist im Fricktal verankert und wird als wichtiger Gesundheitspartner in der Region und darüber hinaus geschätzt. Die grosse Mehrheit unserer stationären Patienten im Akutspital stammt naturgemäss zwar aus den Spitalregionen Rheinfelden und Laufenburg, doch verzeichnen wir einen Zuwachs insbesondere bei den ausserkantonalen Patienten der Kantone Basellandschaft und Basel-Stadt (+2 Prozentpunkte) sowie aus dem grenznahen Ausland (+2 Prozentpunkte).

– gleich viel Normal- und Notfalleintritte

Gleich viel Normal- und Notfalleintritte
Gleich viel Normal- und Notfalleintritte

Im Jahr 2017 verzeichneten wir gleich viel Normal- und Notfalleintritte. Die Normaleintritte gegenüber Vorjahr nahmen dabei um 3 Prozentpunkte zu. Dies bedeutet, dass die Beliebtheit des GZF insbesondere bei elektiven Aufenthalten steigt.

– Anteil Zusatzversicherter nimmt weiter zu

Anteil Zusatzversicherte nimmt weiter zu
Anteil Zusatzversicherte nimmt weiter zu

Mit knapp 25 Prozent liegt der Anteil an zusatzversicherten Patienten bei den stationären Austritten für ein Regionalspital auf einem beachtlich hohen Niveau. In Zukunft dürfte dieser Trend weiter zunehmen, nicht zuletzt auch aufgrund der neuen Privatabteilung im Spital Rheinfelden.

– woher kommt unser Umsatz?

Woher kommt unser Umsatz?
Woher kommt unser Umsatz?

Den grössten Teil unseres Umsatzes erzielen wir aus dem stationären Bereich (67%) , in dem die Leistungen mit Fallpauschalen nach SwissDRG abgerechnet werden. Das restliche Drittel beinhaltet die ambulanten Behandlungen (18%), die Pflegeheime (9%) sowie die übrigen Bereiche (6%). Im übrigen Umsatz sind insbesondere der Rettungsdienst wie auch die Restaurationsbetriebe enthalten.

Anzahl stationäre Fälle, aufgeschlüsselt ...

– nach Hauptdiagnosekategorien

Anzahl stationäre Fälle nach Hauptdiagnosekategorien
Anzahl stationäre Fälle nach Hauptdiagnosekategorien

Die Hauptdiagnosekategorien (Major Diagnostic Categories – MDC) bilden eine erste Ebene zur Beschreibung der verschiedenen Diagnosegruppen in DRG-Systemen. Sie gliedern die DRG üblicherweise nach Organsystemen und Krankheitsentitäten. Die Grafik gibt einen Überblick über die häufigsten MDC am GZF. Die Mehrheit der Fälle sind der MDC 08 zugeordnet, in welcher vor allem Frakturversorgungen sowie orthopädische Behandlungen wie Kniearthroskopien und Gelenkprothesen enthalten sind. Eine hohe Anzahl weisen ebenfalls die Fälle mit der MDC 06 (Erkrankungen des Magen-Darmtraktes) und MDC 05 (Erkankungen des Herzens) aus. Basis der Auswertung ist der für das Jahr 2017 gültige SwissDRG-Fallpauschalenkatalog 6.0. Der Versionswechsel erfolgt jeweils mit dem Jahreswechsel, daher beziehen sich die Erhebungen nur auf das Kalenderjahr 2017.

– nach Operationsklassifikation

Anzahl stationäre Fälle nach Behandlungen
Anzahl stationäre Fälle nach Behandlungen

Basis für die Codierung der Operationen und Behandlungen ist der CHOP-Katalog (Schweizerische Operationsklassifikation). Die Grafik gibt einen Überblick über die Häufigkeit der Behandlungen am GZF. Die Auswertung erfolgt hier anhand aller dokumentierten Operationen und Interventionen. Für einen Fall können mehrere Operationen und Behandlungen durchgeführt werden. Da sich die Katalogwerke und damit die Codierungsrichtlinien jedes Jahr leicht ändern, ist ein Vorjahresvergleich der dargestellten Diagnosen und Prozeduren nur beschränkt möglich.

– nach Hauptdiagnosen

Anzahl stationäre Fälle nach Hauptdiagnosen
Anzahl stationäre Fälle nach Hauptdiagnosen

Zur Ermittlung einer DRG ist eine Codierung aller Diagnosen und Behandlungen erforderlich. Der ICD-Katalog (International Classification of Diseases) stellt die Grundlage für das Codieren der Diagnosen und Nebendiagnosen dar. Die Grafik gibt eine Übersicht über die häufigsten Hauptdiagnosen im GZF.
Die hohe Anzahl an Fällen mit Hauptdiagnosen der Gruppe XIX korreliert mit dem hohen Anteil (50 Prozent) an notfallmässig eintretenden Patienten. Rückschlüsse auf übergeordnete Summenbildungen erweisen sich als schwierig. Grund dafür sind der hohe Differenzierungsgrad der Katalogwerke und die darauf basierende Zuordnung der Behandlungsfälle. So stimmt beispielsweise die an anderer Stelle angegebene Anzahl Neugeborener nicht mit der Anzahl der Fälle mit der Hauptdiagnose Z38.0 überein. Das ist darauf zurückzuführen, dass Neugeborene mitunter anhand weiterer Diagnosen beschrieben werden.

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