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Rückblick 100 Jahre Spital Rheinfelden

Das 100-jährige Jubiläum des Spitals Rheinfelden gab gleich zu drei Gross-Events Anlass: so feierten wir am Donnerstag, den 16. Juni, unser alljährliches Personalfest, am Freitag, den 17. Juni, luden wir zum offiziellen Festakt ein, und am Samstag, den 18. Juni, stand das Spital der breiten Bevölkerung zur Besichtigungen offen. Zahlreiche Aktivitäten rundeten das spannende Programm am Tag der offenen Tür ab.

Mitarbeitende geben tagtäglich das Beste für unsere Patienten

Die über 400 angemeldeten Mitarbeitenden aus den Spitälern Rheinfelden und Laufenburg durften das eigens für das Jubiläum auf dem Parkplatz aufgestellte Zelt des Zirkus Monti als Erste "einweihen". Nach einem informellen Apéro wurde der Belegschaft ein – teils witziges, teils akrobatisch-künstlerisches – Abendprogramm geboten. Dieses wurde gekonnt zwischen die Begrüssung und Dankesrede von Anneliese Seiler, unserer CEO, und den 3 köstlichen Gängen des Abendessens eingeflochten. Die Wertschätzung unserer Mitarbeitenden und der Spass beim gemütlichen Beieinander standen an diesem Abend im Vordergrund.







Der Patient als Herzstück einer ganzheitlichen Team-Philosophie

Am Freitag Abend kamen für das Gesundheitszentrum Fricktal wichtige Ansprechgruppen aus Wirtschaft, Politik – darunter auch Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin, Susanne Hochuli – und Medien aus der gesamten Region sowie geladene Gäste im Zirkuszelt zum offiziellen Festakt der 100-Jahr-Feier zusammen.

Die wertvolle Auseinandersetzung mit der langjährigen Geschichte der Unternehmung präsentierte VR-Präsident Kurt Jakober in sehr humorvollen und repräsentativen Auszügen seiner selbst zusammengestellten Chronik dar. Das GZF sowie Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli sind sich aber einig, dass der Blick nach einem kurzen Rückblick nach vorne gerichtet sein muss.

Anneliese Seiler betonte die Wichtigkeit einer aktiven Teilnahme an der gesellschaftlichen und politischen Diskussion, die Bedeutung von visionärem Denken sowie innovativen Lösungen und Antworten. Zudem erklärte sie unsere ganzheitliche, integrierende Team-Philosophie, die alle, immer wichtiger werdenden Ansprech- und Anspruchgruppen unserer Unternehmung beinhalten – wobei der Patient unbestritten im Vordergrund steht:

"Zentral ist natürlich der Patient. Was wäre ein Spital, ohne seine Patienten? Und was wäre der Patient, ohne seinen Arzt? Was ohne seine Familie und Freunde, die ihm beistehen wenn es ihm schlecht geht? Aber vor dem Spitalaufenthalt ist nach dem Spitalaufenthalt: so tragen zahlreiche Menschen und Institutionen, wie zum Beispiel Reha, der Spitex-Verband und die Alters- und Pflegeheime stets zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Menschen bei. Und es geht weiter: was wäre unser Spital ohne die zuweisenden Ärzte? Ohne seine Partnerinstitutionen? Ohne die Wirtschaft, ohne die Region Fricktal, die uns unterstützt; was ohne die Politiker, die sich tagtäglich mit kniffligen Fragen auseinandersetzen und sich dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die nach Möglichkeit dem Wohl Aller dienen. Eins ist klar: nur wenn man alle diese Partner als ein grosses Team betrachtet, kann es gelingen, mit einer Unternehmung 100, 150 und mehr Jahre zu feiern."

In dieser Passage finden sich Kernaussagen, die unsere Werte (Transparenz, unternehmerisches Handeln, verantwortungsvolles Führen, Fairplay, Präsenz und das Persönliche) wieder spiegeln und fördern.

Das hochkarätige Rahmenprogramm des Abends konnte sich nebst der Begrüssung von Anneliese Seiler, CEO Gesundheitszentrum Fricktal, der Chronik von Kurt Jakober, VR-Präsident, und der Grussbotschaft von Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin, Susanne Hochuli, ebenfalls sehen lassen. So sorgte die russische Sopranistin und Nachwuchssängerin des Jahres 2010, Svetlana Ignatovich mit ihrem Operngesang für Gänsehaut. Pianistin Tatiana Korsunskaya und Cellist Denis Severin, sowie später die Stadtmusik Rheinfelden, rundeten das musikalische Programm ab.

Bemerkenswert waren die Köstlichkeiten, mit denen die hauseigene Küchencrew fürs Leibliche Wohl der Gäste sorgte. Insbesondere das Dessertbuffet – von Weltklasse-Patissier Hannes Hössle, zusammen mit den Kochlehrlingen der beiden Spitälern meisterlich inszeniert – sorgte für die eine oder andere süsse Sünde.


  



Das Spital Rheinfelden – offen fürs Fricktal

Am Samstag trotzte eine neugierige Menschenmasse dem nassen Wetter und beobachtete interessiert die Vorführung einer Bergung von Verletzten nach einem Autounfall. Die Rettungssimulation wurde von der Feuerwehr Rheinfelden und unserem Notfalldienst realitätsnah orchestriert und präsentiert.

Trotz diesem Zuschauermagnet verzeichneten die Zukunftssausstellung und der Sinnesparcours regen Besuch, ebenso wie die Vorträge: bereits um 10.55 Uhr war der Mehrzwecksaal bis auf den letzten Platz voll. Dr. Manfred Lütz, der erste Referent, hinterfragte in seinem Vortrag über "Lebenslust" die heutige Gesundheitsreligion auf eine sehr humoristische Weise. So fragte er sich unter anderem, warum seine Lungen länger leben sollten als er selber und tröstete sich damit, dass derjenige, der jung stirbt, dafür länger ewig leben würde. Damit sollte der herrschende Fitness- und Gesundheitswahn auch mal zugunsten der Lebenslust in den Hintergrund gerückt werden. So plädierte er abschliessend für einen gesünderen – sprich lockeren und nicht immer so verbissenen – Umgang mit der Gesundheit.

Auch die folgenden Referenten beleuchteten das Thema Gesundheit gründlich, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Nationalrätin Pascale Bruderer Wyss etwa analysierte das Schweizerische Gesundheitswesen auf der systemischen, organisationellen und individuellen Ebene. So sei auf der systemischen Ebene eine verstärkte übergeordnete Koordination notwendig, wobei zukünftig Modelle wie "Managed Care" eine tragende Rolle spielen dürften. Die einzelnen Institutionen und Organisationen seien in diesem Netzwerk die wichtigen Elemente. Auf der individuellen Ebene stellte sie die Würde des Menschen ins Zentrum. Dabei sei es von grösster Bedeutung, auch Familien und Angehörige von Kranken zu stärken und zu unterstützen.

Ökonomin und Zukunftsforscherin Betty Zucker indes provozierte gekonnt mit ihren teilweise sehr pointierten Aussagen, wobei sie keine Angst hatte, damit auch mal anzuecken. So bezeichnete sie die virtuelle Welt als den 7. Kontinent auf dem der Mensch gerade neu "formatiert" werde. Dabei sehe sie Chancen wie Risiken, da diese Welt "sowohl der Vermeidung als auch der Ermöglichung diene". Wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang seien zum Beispiel Telemedizin, oder das Outsourcen von medizinischen Analysen (bspw. Röntgenbildanalysen) ins Ausland. Im Gegensatz zu den futuristischen Technologiefortschritten seien aber die zentralen Fragen, die sich die Menschen stellen, nach wie vor archaisch. So beschäftige sich der Mensch immer noch mit der Unsterblichkeit, dem ewigen Leben, und mit der ewigen Jugend und Schönheit. Fragen also, die schon im alten Ägypten und in der griechischen und römischen Antike thematisiert wurden. Sie selber sehe also ganz viele Zukünfte, und zwar sehr optimistisch, da wir die Zukunft aktiv gestalten könnten. Dazu lieferte Betty Zucker gleich ein passendes Zitat: "Der Optimist sieht das Glas halb voll. Der Pessimist sieht das Glas halb leer. Aber der Laborant, der stellt fest, dass das Glas doppelt so gross wie nötig, und daher voller Möglichkeiten ist".

Prof. Dr. Wilhelm Schmid brachte als letzter Referent eine philosophische Perspektive ein und stellte seine "Versöhnungstheorie" vor. So seien Krankheit und Gesundheit keine sich ausschliessenden Gegensätze, sondern vielmehr Spannungen des Lebens, die es im Wechselspiel bräuchte. Einerseits könne es krank sein, immer nur gesund sein zu wollen, und andererseits könne Krankheit eine Chance zur Gesundheit sein. Denn Krankheit sei ein Moment des Innehaltens, der Reflexion, der kritischen Hinterfragung des bisherigen Daseins und oft der korrigierenden Weichenstellung für das weitere Leben. Das könne allerdings nur gelingen, wenn dieses Spannungsfeld akzeptiert wird und es den Menschen gelingt, sich mit sich selbst "anzufreunden". Denn ein gutes Verhältnis mit sich selbst, so glaubt er, sei Grundvoraussetzung für ein gutes Zusammenleben mit Anderen und für die Liebe.

Diese unterschiedlichen Perspektiven wurden mit Anneliese Seiler's Sicht, moderiert von Patrick Rohr, in einer anregenden Podiumsdiskussion zusammengeführt.








Rückblickend war die 100-Jahr-Feier ein voller Erfolg, den wir mit unseren Mitarbeitern und Partnern teilen und erleben durften. Unterstützt wurde der Tag der offenen Tür von unserem Goldpartner, der Firma Zimmer, Anbieter von Medizintechnikprodukten, von unseren zwei Silberpartnern, die Firmen Gysin & Jeker, Vorsorge- und Versicherungsberater, und Ibitech, IT-Dienstleister, sowie von zahlreichen Bronzepartnern und Gönnern. Unsere Mitarbeitenden arbeiteten ebenfalls freiwillig mit. Alle trugen mit ihrer Hilfe massgeblich zum Erfolg des Tags der offenen Tür bei – ein grosses Dankeschön!


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Film-Visionen aus der Ausstellung Zukunft:

Rettungsdienst:


Radiologie:


OP: